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Interdisziplinäre Veranstaltungen

Kolloquium zur Wissenschaftsgeschichte und Wissenschaftsphilosophie (Prof. Dr. Gregor Schiemann und Prof. Dr. Erhard Scholz und N.N.)

Zeit: Mi 18-20, 14-tägig Ort: N.10.20

 

Lehrveranstaltungen der Wissenschafts- und Technikgeschichte

Symmetries and conservation laws. A historical approach to some principles of physics (Exercise course/Übung)
Lehrender: Dr. Adan SUS

Vorbesprechung:
Termin Dienstag, 03.05.2011, 18-21 Uhr, Raum: S.10.15

Blockveranstaltung:
1. Tag, Termin: 02.08.2011, 9-19 Uhr, Raum: S.10.15
2. Tag, Termin: 03.08.2011, 9-19 Uhr, Raum: S.10.15

In 1918 Emmy Noether published an influential paper establishing, for a great number of physical theories, a relationship between symmetries and conservation laws. A few years earlier, Einstein and Hilbert had provided a variational derivation of the equations of General Relativity. The importance of these notions (symmetries, conservation laws, variational principles), still of great importance in present physics, has its most immediate origin in the works of the founders of analytical mechanics (17th-18th Centuries). The objective of this course is to trace the historical origin of such fundamental notions and its relationship to some philosophical and theological conceptions. No previous knowledge of the physical content of these concepts, neither of the physical theories discussed, will be presupposed. It is part of the aim of the course to gain some physical understanding of them through the discussion of their origin and evolution. We will start the course by looking at the historical situation in which Noether carried out her work. At the conceptual level, Noether's work is produced in the context of the discussion of the foundations of General Relativity and it constitutes an important chapter in the internal history of physics. Nevertheless, one must not forget that Noether's contribution is also outstanding as a triumph over the opposition that her condition of woman and Jewish encountered in Göttingen's academic society in 1915; a theoretical type of victory that, in spite of Hilbert's and Klein's support, did not translate in full academic recognition. We will discuss both sides of the story.In the second part of the course we will look at the mechanical origin of some of the fundamental no-tions that appear in Noehter's work. This will take us to the central works on analytical mechanics with special attention to the justifications given for some, still in use, principles of physics, lost in modern presentations, that might help to clarify their meaning and status. Again, I will not presuppose any familiarity with analytical mechanics and will focus on the historical and conceptual (instead of formal) dimensions.

 

Lehrveranstaltungen der Geschichte

 

Lehrveranstaltungen der Wissenschaftsphilosophie

 

Kants Naturphilosophie im Opus Postumum
Zeit: Do 16-18, Ort: O.11.40, Beginn: 07.04.2011, Lehrende: Prof. Dr. Gregor Schiemann und Prof. Dr. Manfred Baum

Seit etwa 1794 bis 1803 arbeitete Kant an einem Werk, das zunächst Übergang von den metaphysischen Anfangsgründen der Naturwissenschaft zur Physik heißen sollte und das, wegen der Unabgeschlossenheit seiner immer umfangreicher werdenden Manuskriptmasse, in der Sekundärliteratur den Namen „Opus postumum“ erhalten hat. Wie schon sein ursprünglicher Titel bezeugt, sollte das Werk im Ausgang von den Metaphysischen Anfangsgründen der Naturwissenschaft (1786) eine eigene Wissenschaft des Übergehens von ihnen zur Physik, d.h. zur empirischen Naturforschung, begründen, nachdem Kant zunächst eine Lücke zwischen der aus Erkenntnissen a priori bestehenden metaphysischen Körperlehre und den kontingenten Tatsachen der Wahrnehmung von Materien entdeckt zu haben glaubte. Die Übergangswissenschaft sollte diese Lücke schließen durch ein a priori erkennbares System der empirisch gegebenen bewegenden Kräfte der Materie. Dieses auf regulativen Prinzipien beruhende Kräftesystem führte zu einer den verschiedenen Materiearten und ihren Kräften zugrundeliegenden Basismaterie, dem Äther oder Wärmestoff. Über dieses Thema der Ätherdeduktion hinaus enthält das O.p. wichtige Ergänzungen zur Selbstbewußtseinslehre der Kritik der reinen Vernunft und Entwürfe zu einem Gesamtsystem der Metaphysik. Als für den ersten Einstieg in dieses höchst komplexe Werk geeigneten Text betrachten wir die folgende Teiledition, die wir in den Seminarsitzungen sorgfältig analysieren und diskutieren wollen:

Immanuel Kant: Übergang von den Metaphysischen Anfangsgründen der Naturwissenschaft zur Physik. Aus dem Opus postumum herausgegeben von Ingeborg Heidemann. Mit einem editorischen Bericht von Gregor Büchel. Hildesheim (Olms) 1996. 108 S.

 

Philosophie der Zeit. Klassische und moderne Fragestellungen
Zeit: Do. 10-13 Uhr, Ort: O.11.40, Beginn: 07.04.2011, Lehrender: Prof. Dr. Gregor Schiemann

Die Frage nach dem Wesen der Zeit hat die Philosophie seit ihren Anfängen beschäftigt. Die Vorlesung führt in einige Grundtypen philosophischer Zeitbegriffe ein. Bis heute stehen sich die Gruppe der objektiven und der subjektiven Bestimmungen von Zeit gegenüber. Objektiv wird der Begriff mit Phänomenen der Veränderung in der äußeren Welt verknüpft, subjektiv wird er auf das Bewußtseinsleben des Subjektes bezogen. Solange der von beiden Ansätzen erhobene Fundierungsanspruch nicht eingelöst werden kann, legt sich eine plurale Begrifflichkeit nahe.

Um den Begriff der Zeit zu klären, ist das philosophische Denken in neuerer Zeit auf das Wissen anderer Disziplinen angewiesen. Wichtige Impulse stammen etwa aus der Theologie, der Soziologie, der Physik und der Biologie. Insbesondere haben naturwissenschaftliche Erkenntnisse im letzten Jahrhundert zu völlig neuen Einsichten über die Zeit geführt. Zeit ist aber auch eine Kategorie zur Beschreibung der Verfassung von Gesellschaften und ihrer Entwicklung. Die zunehmende Beschleunigung des gesellschaftlichen Wandels, die zur Revolutionierung der sozialen Verhältnisse beiträgt, stellt auch für die Philosophie der Zeit eine Herausforderung dar.

Die Vorlesung wird von einem Tutorium begleitet, in dem ausgewählte Texte und Fragestellungen der Vorlesung besprochen werden.

 

Zeit und Zahl. Philosophie der Mathematik II
Zeit: Di. 18-20 Uhr, Ort: O.11.09, Beginn: 12.04.2011, Lehrender: Prof. Dr. Gregor Schiemann Prof. Dr. Volkert

Das Seminar diskutiert ausgewählte Texte der Philosophie der Zeit und der Mathematik. Im positiven wie im negativen Sinn ist das philosophische Nachdenken über den Begriff der Zeit oft unmittelbar auf die mathematische Erkenntnis und ihre Anwendung bezogen. Wo eine positive Relation besteht, kann man die philosophischen Bestimmungen nicht ohne die mathematischen verstehen und/oder umgekehrt (z.B. Platon, Aristoteles, I. Newton, A. Einstein). Es kommt aber auch vor, daß sich die Philosophie der Zeit von der mathematischen Erkenntnis abgrenzt. So wird von subjektiven Zeitbegriffen behauptet, daß sie sich nicht mathematisieren lassen (z.B. H. Bergson, M. Heidegger). Oder es wird ein Begriff der Zahl vertreten, zu dessen Wesen es gehöre, zeitlos zu sein (z.B. G. Frege). Im Seminar werden auch die zum Kontext der Beziehung von Zeit und Zahl verwandten Themen wie die kausale Theorie der Zeit und die Irreversibilität der Zeit erörtert.

Für das Seminar ist ein Reader erstellt, der schon vor Semesterbeginn auf der Lenrplattform Moodle abrufbar ist. Die Texte haben einen Umfang von ca. 15 Seiten pro Sitzung. Von den TeilmehmerInnen wird erwartet, daß sie alle Texte lesen und bereit sind, zu einem Text ein Impulsreferat (ca. 20 Min.) zu halten. Die Vergabe der Referate erfolgt auf der ersten Sitzung.

 

Philosophie der Mathematik und Naturwissenschaften
Zeit: Di. 16-18 Uhr, Ort: O.11.40, Beginn: 12.04.2011,  Lehrende: Prof. Dr. Erhard Scholz und Dr. Dennis Lehmkuhl

Inhalt: Wir besprechen Hermann Weyls Darstellung der philosophischen Aspekte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Erkenntnis in seinen Büchern und Aufsätzen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und diskutieren, ob buzw. inwieweit sie uns auch heute noch als klaerend erscheinen koennen.Lit: Weyl, H.: Philosophie der Mathematik und Naturwissenschaften (1927, 1945, 1966, englisch 1949,1950, 2009) Pesic, P.: Mind and Nature. 2009

 

Ludwig Wittgenstein: “Philosophische Untersuchungen”
Zeit: Do. 08-10 Uhr, Ort: V.08.02, Beginn: 14.04.2011, Lehrender: Dr. Simon Friederich

Diese Veranstaltung macht die Teilnehmer mit den “Philosophische Untersuchungen” vertraut, dem Hauptwerk der Spätphilosophie Ludwig Wittgensteins.

Nachdem zunächst ein Überblick über Struktur und Inhalt des Textes gegeben worden ist, steht im Mittelpunkt die gemeinsame Lektüre ausgewählter Paragraphen der “Philosophischen Untersuchungen”, an denen einzelne für das Denken des späten Wittgenstein charakteristische Überlegungen besonders deutlich werden. Beispiele für solche Überlegungen sind Wittgensteins Gedanken über die Abhängigkeit der Bedeutung sprachlicher Zeichen von ihrem Gebrauch, seine Überlegungen darüber, was es heisst, einer Regel zu folgen, sowie das sogenannte Privatsprachenargument. Zugleich soll deutlich werden, inwiefern diese auf den ersten Blick völlig unterschiedlichen Gedankengänge als beispielhafte Anwendungen von Wittgensteins therapeutischer Methode zur Auflösung philosophischer Probleme durch Betrachtung des tatsächlichen Gebrauchs sprachlicher Ausdrücke begriffen werden können.

Als Textausgabe verwenden wir Band 1 der bei Suhrkamp in Taschenbuchform erschienenen Werkausgabe (“Tractatus logico-philosophicus. Tagebücher 1914–1916. Philosophische Untersuchungen”).

Es gibt zahlreiche nützliche Texte zur Einführung in die “Philosophischen Untersuchungen” und wichtige darin enthaltene Themen. Insbesondere sind empfehlenswert:

– Marie McGinn, Wittgenstein and the Philosophical Investigations, Philosophy Guidebooks series, ed. T.Crane and J.Wolf (London: Routledge), 1997,
– P.M.S. Hacker, Insight and Illusion: Themes in the Philosophy of Wittgenstein (überarbeitete Ausgabe) (Oxford: Oxford University Press), 1987,
– Wolfgang Kienzler, Wittgenstein: Philosophische Untersuchungen, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt, 2007

 

Einführung in die Logik
Zeit: Mo. 8-10 Uhr, Ort: HS26, Beginn: 11.04.2011, Lehrender: Dr. Dennis Lehmkuhl

Diese Veranstaltung dient der Einführung in die klassische Logik und der Kunst, wie diese zur Prüfung von Argumenten aus Alltag und Wissenschaft genutzt werden kann. Wir werden lernen, wie sprachlich formulierte Argumente logischen Schemata zugeordnet werden können und wie auf diese Weise formal geprüft werden kann ob ein Argument schlüssig ist. Wir werden sehen, was es bedeutet, dass eine Aussage aus bestimmten Voraussetzungen folgt, was eine logische Wahrheit und was ein logischer Widerspruch ist, und was all das mit einem überzeugenden Argument zu tun hat. Aufrgrund all dieser zur Verfügung gestellten Werkzeuge ist die Logik für ein Studium der Philosophie (wie auch vieler anderer Wissenschaften) unverzichtbar.
Begleitend zur Veranstaltung wird ein Tutorium durchgeführt, das vor allem der Besprechung der Lösung von Übungsaufgaben dient. Zu Semesterende wird eine Klausur angeboten.

  

Lehrveranstaltungen der Mathematikgeschichte

Geometrie
Zeit: Di 16-18 Uhr, Ort: F.12.11, Beginn: 12.04.2011, Lehrender: Prof. Dr. Klaus Volkert

 

Geschichte der Mathematik
Zeit: Do. 10-12 Uhr, Ort: D.13.08, Lehrender: Prof. Dr. Klaus Volkert und Prof. Dr. Erhard Scholz und N.N.

 

Kolloquium zur Geschichte der Mathematik
Zeit: Di. 16-18 Uhr, Ort: N.10.12, Lehrender: Prof. Dr. Klaus Volkert und Prof. Dr. Erhard Scholz und N.N.

 

Lehrveranstaltungen in der Experimentalphysik III: Atom- und Quantenphysik